Abt Johannes Eckert

Abt Johannes Eckert wurde 2015 als achter Abt von St. Bonifaz und 33. Abt in Andechs von seinen Mitbrüdern für eine weitere Amtszeit von zwölf Jahren bestätigt.

Claudius Eckert, so der bürgerliche Name von Abt Johannes, 1969 in Mosbach geboren, macht 1988 am dortigen Nicolaus-Kistner-Gymnasium das Abitur. Seinen Zivildienst absolviert er von 1988 bis 1990 im Krankenhaus Vinzentinum bei den Barmherzigen Schwestern in Ruhpolding. Im Anschluss studiert er katholische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1993 tritt er in die Abtei St. Bonifaz ein und erhält mit seiner ersten Profess den Ordensnamen Johannes.

Seine feierliche Profess legt er 1998 in Andechs ab und bindet sich damit auf Dauer an die klösterliche Gemeinschaft. Johannes Eckert begleitet ab 1995 die Andechser Exerzitien für Manager und hat seither zahlreiche mittelständische Unternehmen und Organisationen in Ethikfragen beraten. 2000 wird Frater Johannes mit einer Arbeit zum Thema: „Dienen statt Herrschen. Unternehmenskultur und Ordensspiritualität“ zum Doktor der Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Im gleichen Jahr empfängt er in Andechs die Priesterweihe und wirkt dann als Seelsorger in Erling und Machtlfing.

Am 23. Juli 2003 wählen ihn die Mönche für eine Amtszeit von zwölf Jahren zum Abt. Friedrich Kardinal Wetter weiht ihn am 2. Oktober 2003 in der Basilika St. Bonifaz. Als Leitwort für seinen Dienst wählt Abt Johannes ein Wort aus dem vierten Kapitel der Benediktsregel: „Diligere ex toto corde“ – „aus ganzem Herzen lieben“. 2015 bestätigen ihn die Mönche für weitere zwölf Jahre in seinem Dienst als Abt.

 

Festigung nach innen – Dialog nach außen

Die klösterliche Gemeinschaft nach innen zu festigen, sieht Abt Johannes als seine vordringliche Aufgabe an. Er begleitet selbst junge Männer, die sich für einen Lebensweg als Mönch interessieren, liegt ihm doch sehr daran, dass sich Interessenten, Postulanten und Novizen umfassend in die benediktinische Spiritualität einüben können.

Zugleich pflegt Abt Johannes einen vertrauensvollen und offenen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen, die mit der Abtei in München und Andechs verbunden sind – über die Grenzen von Konfessionen und Religionen hinweg.

 

 

Publikationen von Abt Johannes 

sind an der Pforte von Sankt Bonifaz, im Klosterladen Andechs oder im Onlineshop erhältlich.

Steht auf! Frauen im Markus-Evangelium als Provokation für heute, Freiburg (Verlag Herder) 2018.

Die Frauen im Markusevangelium waren für ihre Mitmenschen eine echte Provokation. Sie ergriffen selbstbewusst das Wort, korrigierten ihren Meister und vertrauten und glaubten bedingungslos. Und dennoch: Ihre Namen sind nicht überliefert. Das bewegt Abt Johannes Eckert zu einer biblischen Spurensuche. Das Evangelium liest er als Ouvertüre zu unserem Leben, dem eigentlichen Ort der Frohen Botschaft. So entdeckt er provozierende Botschaften für uns als Gläubige und für die katholische Kirche. Abt Johannes Eckert schreckt dabei auch nicht vor den heißen Eisen Kirchensteuer, Zölibat und Kardinalat der Frauen zurück. Die Jugend ermutigt er, auf dem großen Spielfeld der Kirche zu experimentieren.

Hoch und Heilig – Gipfelbotschaften aus dem Matthäus-Evangelium, München (Verlag Kösel) 2016.

Berge haben schon immer fasziniert, vermitteln sie doch den Eindruck, auf ihren Gipfeln Gott näher zu kommen. Auch im Alten und Neuen Testament und in der Vita des Heiligen Benedikt sind Berge Offenbarungsorte Gottes. Als Abt des Heiligen Bergs Andechs widmet sich der Benediktiner Johannes Eckert diesen Bergszenen und fragt: Was haben uns diese Gipfelmomente zu sagen? Wie stehen sie in Verbindung mit den Höhepunkten unseres Lebens? Wo helfen sie uns, wieder frei zu werden und den Blick zu schärfen für das, was wirklich wichtig ist?

Heute – Aus der Fülle der Gegenwart leben, München (Kösel) 2015

Wenn die Zeit stehenzubleiben scheint, wenn kein Gedanke an Zukunft oder Vergangenheit stört, sind wir in einem begnadeten Zustand des Glücks. Es gibt Geschichten aus dem Lukas-Evangelium, deren Wissen um erfüllte Momente auch für heute gültig ist. Eine Einladung zum Nachdenken vom Abt des bekannten Klosters Andechs auf dem Heiligen Berg.

Die Kunst, sich richtig wichtig zu nehmen, Kösel (2012).

Orientierung aus der Selbstbesinnung führt zum Erfolg. Eine Empfehlung, die schon vor 800 Jahren der Ordensgründer Bernhard von Clairvaux für den damaligen Papst hatte. Abt Johannes Eckert, Mönch und Leiter eines florierenden Wirtschaftsunternehmens, übersetzt diese Tradition ins Heute. Er rät Führungskräften: Achte auf dich selbst, dann führst du erfolgreich.

Andechs – Bayerns Heiliger Berg, Regensburg (Verlag Schnell & Steiner) 2012.

Die Wallfahrtskirche von Andechs hoch über dem Ammersee ist weltberühmt. Alljährlich kommen Tausende von Besuchern und halten Einkehr für Leib und Seele. Abt Johannes erschließt die Kirche von Andechs aus theologisch-spiritueller Perspektive.

Wie bei Nachbarn, die sich mögen – So lebt Ökumene, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Abt Johannes Eckert im Gespräch, München (Verlag Kösel) 2010.

Die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und der katholische Benediktinerabt Johannes Eckert sind Nachbarn. Beinahe können sie sich gegenseitig vom Schreibtisch aus zuwinken. In München liegt das evangelische Landeskirchenamt Mauer an Mauer zum Gelände des Benediktinerklosters St. Bonifaz. Wenn es etwas anderes als Zufall wäre? Nachbarschaft verpflichtet, finden Susanne Breit-Keßler und Abt Johannes Eckert. Wenn nicht hier, wo sonst kann Ökumene gelebt werden – in christlicher Nachbarschaft?!?

Wohne bei dir selbst – Der Klosterplan als Lebensmodell, München (Verlag Kösel) 2009.

Wer sehnt sich nicht nach wohltuenden Ordnungen im alltäglichen Leben! Ein Modell für alle wichtigen Bestandteile unseres eigenen Lebenshauses liefert – so das engagierte Plädoyer des Benediktinerabtes Johannes Eckert – der Plan eines Klosters. Von der Pforte über die Kirche, die Zelle, die Krankenabteilung bis hin zum Friedhof erinnern alle konkreten Plätze, die zu einem Kloster gehören, an Lebensaufgaben und Lebensräume, die wir alle zu verschiedenen Zeiten unserer Biografie zu gestalten oder zu betreten haben. Kloster-Erkundungen werden so zur spirituellen Lebenshilfe für alle, die für sich neue Klarheit wollen.

Lebe, was du bist, klug – gerecht – tapfer – maßvoll. Ein Brevier der Tugenden, München (Verlag Kösel) 2007.

Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß, die alten Kardinaltugenden, sind gerade heute Wertmaßstäbe und Orientierungshilfe für das, was gut und richtig ist. Verantwortlich zu handeln ist die Herausforderung unserer Zeit und Grundlage für wahre Lebenszufriedenheit. Ein Benediktiner weist dazu den Weg.

Dienen statt Herrschen. Unternehmenskultur und Ordensspiritualität: Begegnungen – Herausforderungen – Anregungen, Stuttgart (Schäffer-Poeschel) 2000.

Können 1500 Jahre alte Regeln für das Zusammenleben von Mönchen modernen Unternehmen als Leitbild dienen? Das Buch gibt erstaunliche Antworten auf diese Frage. Es wird deutlich, dass Integration und Adaption von Ordensregeln wesentlich zum Erfolg einer Unternehmenskultur beitragen können.

Publikationen von Abt Johannes

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