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Astutuli - Eine bairische Komödie
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»Astutuli«, das sind die fürwitzigen Übergescheiten, die allzu leicht auf einen geschickten Betrüger hereinfallen. Keiner will der Dumme sein, und so verlieren die Zuschauer erst ihren gesunden Blick für die Wahrheit, dann ihre Kleider, ihre Geldbörsen und schließlich ihre ganze Würde. »Alles ist Phantasie!« ruft der Gagler, bevor er mit seiner Komplizin samt der Beute das Weite sucht. Ein Gaunerstück also, um ein Blendwerk, das bannt und entzückt, und dahinter, unbemerkt bis ganz zuletzt, Betrug, Gängelei und Diebstahl, dargestellt in Carl Orff's 'wurzelbairischer' Wort- und Musikgewalt.
Astutuli ist ein Stück für Schauspieler, nicht für Sänger. Dem Verzicht auf Gesang entspricht der Verzicht auf Melodie - das Stück wird musikalisch über weite Strecken von jenem aus Spiel und Gestus abgeleiteten rhythmischen Sprechen bestimmt, das Orff zum ersten Mal in der Hexenszene der Bernauerin verwendet hatte. Auch das orchestrale Moment ist bis auf das Skelett reduziert: bloßes Schlagwerk begleitet und untermalt das gesprochene oder rhythmisch skandierte Wort. Die bairische Komödie ASTUTULI entstand zwischen 1947 und 1949 und gehört zum Zyklus des Bairischen Welttheaters. Die Uraufführung fand am 20. Oktober 1953 an den Münchner Kammerspielen statt.
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In der aktuellen Spielzeit sind keine Aufführungen geplant.
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