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Andechser Dreihostienfest
Bei den drei Hostien handelt es sich um konsekrierte Hostien, von denen zwei auf den Hl. Papst Gregor den Großen (+ 604) und eine auf den Hl. Papst Leo IX. (+ 1054) zurückgehen sollen. Sie sind schon im 12. Jahrhundert aus Rom über Bamberg auf die Andechser Burg gekommen.
Die Wiederauffindung 1388 erregte großes Aufsehen und belebte die Andechser Wallfahrt neu, deren Anfänge ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Der päpstliche Kardinallegat Nikolaus von Kues heißt die Wallfahrt Mitte des 15. Jahrhunderts für gut und empfiehlt ihre weitere Durchführung.

Im Zuge der Wiederbelebung der Wallfahrt wird zu Beginn des 15. Jahrhundert der Bau der Andechser Wallfahrtskirche in Angriff genommen. Herzog Ernst von Bayern fördert Wallfahrt und Seelsorge auf dem Heiligen Berg. 1455 erfolgt die Stiftung des Benediktklosters durch seinen Sohn, Herzog Albrecht III. So wird aus dem Andechser Burghügel des Andechser Grafengeschlechtes der Hl. Berg Bayerns. Das Dreihostienfest wird jährlich am vierten Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Nach dem Festgottesdienst wird die Dreihostienmonstranz in feierlicher Prozession um den Heiligen Berg getragen.


Im Dreihostienfest kommt Andechs als ursprüngliche Christus - Wallfahrt zum Tragen. Der in Brot und Wein gegenwärtige Herr Jesus Christus wird hier verehrt. Das Andechser Dreihostienfest erinnert daran, dass Jesus Christus in seiner Kirche lebt und Menschen im Glauben zusammenführt. So ist das Dreihostienfest auch Zeichen für die Völkerwallfahrt, wie sie Jesaja beschreibt (Jes 25,6-10). Gott selbst lädt ein zum Gastmahl auf seinen Hl. Berg.

Weitere Informationen bietet der Kunstführer Kloster Andechs. Er ist im Klosterladen und im Buchhandel für EUR 12,90 erhältlich.