Das Ordensleben kommt aus einer sehr langen geistlichen Tradition und sucht immer neue Bezüge zum christlichen Leben in der Gegenwart. Es bedeutet, engagiertes Christsein in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in die Tat umzusetzen. Junge Menschen, die sich von der benediktinischen Lebensweise angesprochen fühlen und über den Eintritt in ein Kloster nachdenken, sollen vor allem zu einer tiefen und beständigen Gottsuche bereit sein und gleichzeitig die Fähigkeit besitzen, sich fest, lebenslang, an eine Gemeinschaft zu binden. Jeder katholische Christ kann zum Ordensleben zugelassen werden. Die Aufnahme ist nicht abhängig von Ausbildung oder Können. Wer Benediktiner werden will, durchläuft verschiedene Phasen der Erprobung im Ordensleben:
- Postulat (Kandidatur): | für ein halbes Jahr | | Der Postulant lebt im Kloster, nimmt am Ordensleben teil, hat aber noch kein Ordensgewand |
- Noviziat: | für ein Jahr | | Der Novize bekommt sein Ordensgewand, den Habit. Dieses Jahr dient der Einübung des benediktischen Lebens, verbunden mit Studien der Heiligen Schrift, der Liturgie und der Geschichte des Mönchtums. Der Novize kann das Kloster jederzeit wieder verlassen.
Nach diesem Jahr legt der Novize die „zeitliche Profess“ ab, die ihn zunächst für drei Jahre (Triennium) an die Ordensgemeinschaft bindet. Zu diesem Zeitpunkt bekommt der Profitent seinen Ordensnamen, einen Namen von benediktinischen oder anderen klösterlichen Patronen oder Heiligen. Er unterzeichnet die Profess-Urkunde und erhält die Ordensregeln. |
- Triennium: | Probezeit für drei Jahre | | Der Profitent nutzt diese Zeit zur beruflichen Weiterbildung oder zum Studium der Theologie an der Münchener oder Salzburger Universität oder an kirchlichen Hochschulen wie Benediktbeuren oder San Anselmo in Rom. |
Nach rund viereinhalb Jahren bindet sich der Profitent lebenslang an sein Kloster. In einer liturgischen Feier legt er, die Gelübde ab, die „ewige Profess“. Das äußere Zeichen dieser ewigen Profess ist die Kukulle, das weite Ordenskleid für feierliche Gelegenheiten, das der Mönch bei dieser Feier erhält. Ebenso bekommt der Professe, wie der Mönch jetzt heißt, nun das Stundenbuch, da er sich mit der „ewigen Profess“ auch zum Stundengebet verpflichtet. Damit ist der Mönch volles Mitglied seiner Mönchsgemeinschaft. Informationen für Interessierte am Ordensleben: Frater Elija Morbach OSB St. Bonifaz München Telefon: +49 – (0)89 – 55171-0; Fax: +49 – (0)89 – 55171-100 |