
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Weg der Vergebung in Seelsorge und geistlicher Begleitung so gestaltet werden kann, dass er wirklich befreiend wirkt.
Kirche und Gesellschaft sind derzeit höchst sensibel für zugefügte Verletzungen, destruktive Lebenserfahrungen und seelische Kränkungen. Aber auch Schwächen, Gebrochenheit und Schuld im eigenen Leben sind eine Chance, sich mit sich selbst und der eigenen Geschichte auseinander zu setzen und Veränderung zu erfahren. Es geht darum, mit sich selbst versöhnt zu leben, sich in die Vergebung einzuüben und sich auch mit der Bitte um Vergebung auszusetzen. Diese Haltungen entscheiden über eine geglückte Existenz, über das gemeinschaftliche Miteinander und die Glaubwürdigkeit christlichen Lebens.
Die Menschen, die die frei machende Botschaft des Evangeliums verkünden und in der Seelsorge und ihrem Leben glaubwürdig verkörpern sollen, sind besonders da herausgefordert, wo sie auf Menschen treffen, die sich selbst und anderen nicht vergeben können oder unfähig sind, Vergebung anzunehmen. Entschuldigungen und eine vorschnelle Zusage von Vergebung sind hier ebenso problematisch wie viele Bedingungen, die man an Vergebung knüpft. Sich selbst – gerade nach Scheitern und Schuld – nicht vergeben zu können, verhärtet den Menschen und behindert das eigene wie der anderen Leben.
Um nicht von den eigenen negativen Erfahrungen abhängig zu sein, ist eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen selbst notwendig. Innere Blockaden zu überwinden und existentielle Verhärtungen aufzubrechen, schaffen Vertrauen zu sich selbst, anderen Menschen und zu Gott. Sie führen zu einer neuen, hoffnungsvollen Lebenswirklichkeit.
Vergebung als Chance zu erkennen und den Prozess der Versöhnung mit sich selbst und anderen zu wagen, brauchen Anregung und Begleitung. Die Schritte dieses Weges zu kennen und zu leben, macht befreiende Seelsorge erst möglich. Sie fördert nicht nur die Auseinandersetzung mit sich selbst, sondern ist Voraussetzung für eine glaubwürdige Begegnung mit den Menschen. Auf diesem Weg wächst der Mut, ins eigene Leben zu finden, mit der eigenen Lebensgeschichte und den anderen versöhnt zu leben, befreit zu glauben und verantwortlich Zukunft zu gestalten.
der in Bamberg-Bischberg eine Praxis für therapeutische Theologie führt, folgt dieses Seminar einer dreifachen Orientierung:
| Beginn: | Montag, den 30. April 2012 | (15 Uhr) |
| Ende: | Freitag, den 04. Mai 2012 | (13 Uhr) |
| Teilnehmer: | maximal 25 Personen | |
| Beitrag: | EUR 188,00 | Seminargebühr inkl. Exkursion |
| EUR 192,00 | Vollpension | |
| EUR 380,00 | Gesamtsumme | |
| Ermäßigung nach Rücksprache möglich | ||
| Vor Seminarbeginn bitte überweisen auf | ||
| Konto: | Kloster Andechs – Nikolauskolleg | |
| Kontonummer: | 102 724 82 | |
| Bankleitzahl: | 702 501 50 | |
| Kreditinstitut: | Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg |