
Großen Zuspruch fand der Kinder- und Familientag, zu dem die Mönche des Klosters am 3. Oktober, auf den Heiligen Berg eingeladen hatten. Ganz besonderen Anklang fand der 60 Meter hohe Teleskop-Kran, der von 10 bis kurz vor 17 Uhr fast ohne Unterbrechung Jung und Alt einen sonst nur sehr seltenen Blick auf den Heiligen Berg Bayerns und seine Umgebung verschaffte.
Schon früh am Vormittag hatte sich am begehrten Bungee-Trampolin eine lange Schlange geduldig wartender Eltern und Kinder gebildet. Umso größer war das Vergnügen, als man dann endlich an der Reige war. Dann zeigten viele Saltokünstler ihr wahres Können.Da hielt mancher die Luft an - und staunte nicht schlecht.
Abt Johannes selbst führte Kinder und Jugendliche durch die Wallfahrtskirche und erklärte unter anderem auch die Orgel in der Wallfahrtskirche. Auch der Kräutergarten konnte sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Bei den Maltesern haben die Kinder einen Rettungswagen ganz genau inspiziert und stellten eine Menge Fragen rund um das Rettungswesen.
Am und im Florianstadl verwandelten sich einfache Bierfilze wieder mit Fantasie und Begeisterung in kleine Kunstwerke. Am Klosterweiher gaben sich begeisterte Jung-Angler unter Anleitung von Herrn Schetterer ein Stelldichein. Hüpfburg und Glücksräder waren ohne Pause frequentiert. Und vor dem Klostergasthof formte ein Ballonkünstler fast bis zur Erschöpfung allerlei Fantasiefiguren.
Im Florianstadl zeigten Kinder-Trachten- und Musikgruppen aus Andechs, dass Singen und Tanzen nicht nur toll aussieht, sondern auch eine Menge Freude macht. Frater Lambert moderierte und mancher von den Kleinsten gehörte an diesem Tag zu den ganz Großen.
Vor dem Florianstadl kamen die Heuhupfer wieder voll auf ihre Kosten. Nicht weit davon entfernt zeigten, die Hopfenzupfer aus der Hallertau, was man aus Hopfen – außer einem guten Bier - noch alles machen kann.
Die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr Erling/ Andechs bot mit dem Kübelspritzen großen Spaß, wobei die jungen Mitglieder der Feuerwehr eher Väter und Mütter, Omas und Opas beim Pumpen animieren mußten, als den Nachwuchs beim Spritzen.
Obendrein half der örtliche Feuerwehrnachwuchs auch die langen Schlangen beim Tragelklettern mit einem historischen Feuerwehrleiterwagen aus Peitinghalfen zu bewältigen. Immer wieder gab es Szeneapplaus für die Buben und Mädels, die es schafften, 15 und mehr Tragel übereinander zu stapeln, ohne in luftiger Höhe das Gleichgewicht zu verlieren.
Rund um den Maibaum unterhalb des Bräustüberls fanden die Kleinsten bei Tragelrutschen und Riesenlego viel Platz zum Spielen und Toben. Die Machtlfinger Bogenschützen halfen vielen jungen Hobbyschützen, ihre Treffsicherheit zu erhöhen. Als Belohnung gab es - nach gut Tell´scher Manier - einen Apfel. Und die stattlichen Shire Horses zogen geduldig Stunde und Stunde die Kutsche, wenn es galt, einen kleinen Ausflug in die Umgebung zu unternehmen.
Die Klostermetzgerei sorgte mit Würsteln, Steaks und anderen Grill-Spezialitäten fürs leibliche Wohl. Andechser Klosterbiere und die Andechser Alkoholfreien fehlten ebenso wenig wie eine zünftige Blasmusik mit der Blaskapelle Erling/ Andechs.
Zugunsten der Obdachlosenarbeit im Haneberghaus der Abtei Sankt Bonifaz verkauften Frater Emmanuel und seine Helfer Pommes frites. Und wer den Tag lieber bei Kaffee und Kuchen verbringen wollte, fand beides bei den Andechser Landfrauen im Pferdestall.
Der Büchermarkt am Pfarrhaus gegenüber der Wallfahrtskirche konnte sich auch über regen Zuspruch freuen, und stiftete den Erlös an Projekte der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing in Brasilien.