
Marcus Everding arbeitete nach seinem Studium der Philosophie (Magister Artium) vier Jahre am Residenztheater München als Regieassistent. Seit 1991 ist er als freiberuflicher Regisseur im Schauspiel tätig. Er inszenierte unter anderem in Regensburg, Landshut, Bamberg, Halberstadt, Bern, Hamburg und Kaiserslautern die Werke Tartuffe (Moliere), Virginia Woolfe (Albee), Sechs Personen suchen einen Autor (Pirandello), Die Jungfrau von Orleans (Schiller), Charleys Tante (Thomas), Herr Puntila und sein Knecht Matti (Brecht),), Amphitryon (Kleist). Daneben führte Everding auch bei Opern und Operetten wie The Rake´s Progress (Strawinsky), Rinaldo (Händel) und der Herzogin von Chicago (Kalman) Regie.
Von 1995 bis 1997 war er Oberspielleiter Schauspiel am Landestheater Coburg. Neben seiner Tätigkeit am Theater inszenierte er zahlreiche Ursendungen für den Bayerischen Rundfunk. Im Jahre 2000 wechselte er für drei Jahre in die Medienwirtschaft als Büroleiter und persönlicher Referent von Dr. Leo Kirch bei der Kirch Media. Seit 2003 arbeitete Everding wieder als freier Regisseur. Von 2005 bis 2008 war er Schauspieldirektor am Landestheater Detmold. Seit August 2008 ist er Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele in Andechs.
In den letzten Jahren verfasste Everding auch zunehmend Übersetzungen, Bearbeitungen und eigene Stücke, die von klassischer Komödie über herb dramatisches (bayerisches) Volksstück bis zu gesellschaftlicher Konversations-Satire reichen. Zudem realisierte er Festspiele mit Laien, denen er Stoffe aus deren Lebenswirklichkeit dramatisierte.