Benedikt war geprägt von der frühchristlichen Bewegung des Mönchtums und der Suche nach Gott.

Papst Gregor der Große (590-604), der das benediktinische Mönchtum förderte, schreibt im „Zweiten Buch der Dialoge“ eine legendenhafte Biographie über das Leben des "Vaters" der Benediktinermönche. Dort ist zu lesen, dass Benedikt seine Studien in Rom abbrach, weil er das Verlangen hatte, nur noch Gott zu dienen. Er lebte einige Jahre als Einsiedler in einer Höhle in Subiaco im Anienetal bei Rom. Viele Schüler sammelten sich um ihn, und gründeten kleinere klösterliche Gemeinschaften. Um 529 zog Benedikt mit einigen Mönchen auf den Montecassino, eine Anhöhe über der Stadt Cassino zwischen Rom und Neapel, im heutigen Latium gelegen, und gründete dort an der Stelle vorchristlicher Heiligtümer ein Kloster.
Hier verfasste er für die wachsende Mönchsgemeinschaft die Benediktsregel, die "regula Benedicti", das bedeutendste Dokument des abendländischen Mönchtums. Benedikt starb am 21. März 547 auf Montecassino.