
Um dem Auftrag gerecht zu werden, gerade in einer klösterlichen Landwirtschaft die Schöpfung zu bewahren und die benediktinische Tradition fortzuführen, haben wir die klösterliche Landwirtschaft 1995 auf biologischen Landbau nach den Richtlinien des Naturlandverbandes umgestellt. Diese setzen einen vorsichtigen und maßvollen Umgang mit der Natur voraus. Die Land- und Forstflächen liegen zum Grossteil in der unmittelbaren Umgebung des Heiligen Berges.
von Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer, sowie Futterbohnen und -erbsen.
In dieser Region sind jährlich ca. 1000 mm/m² Niederschlag und eine Jahresdurchschnittstemperatur von 7,2 Grad Celsius zu verzeichnen. Die Bodenbeschaffenheiten reichen von Schwemmland an der alten Ammer über Kiesböden bis hin zu anmoorigen Böden. Die Bonitäten der Böden reichen von 35 – 45 Punkten auf einer 100 Punkte – Skala. Die klösterliche Landwirtschaft umfasst 150 ha Nutzfläche, die sich in 110 ha Ackerfläche, 25 ha Wiesen und Weiden sowie in 15 ha Gewässer- und Hofflächen aufteilt. Die Ackerflächen dienen zur Erzeugung von Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer, sowie Futterbohnen und -erbsen. Das gesamte Brotgetreide wird von der Hofpfisterei in München abgenommen. Sie stellt daraus unter anderem das “Andechser Brot” her.
2009 ist die Landwirtschaft des Klosters Andechs ist mit der Goldenen Sicherheitsplakette der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) Franken und Oberbayern ausgezeichnet worden.
Neben anderen gelungenen Lösungen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit auf dem Andechser Klostergut sind die Absturzsicherungen in verschiedenen Lagerräumen ein Grund für diese Auszeichnung der LBG gewesen. Klostergutsverwalter Fritz Bernhard freut sich sehr über die Auszeichnung der LBG: „Arbeitssicherheit ist für das Klostergut ein besonders wichtiges Thema. Wir sind daher froh und dankbar für diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass unsere Anstrengungen wahrgenommen und gewürdigt werden. Das spornt an.“
Damit bei den Arbeiten in den verschiedensten Räumen des Klosterguts niemand zu Schaden kommt, hat der Betrieb unter der Leitung von Klostergutsverwalter Fritz Bernhard auch massiv in die Sicherheit investiert: So zum Beispiel Rückenschutz bei Leitern und schwenkbare Absturzsicherungsbügel.
Seit 1990 wurde die Viehhaltung schrittweise aufgegeben und die Stallungen an das ortsansässige Landwirtsehepaar Metz verpachtet. Da die Familie Metz ebenfalls einen biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieb leitet, haben sich viele kooperative, wirtschaftliche Verflechtungen ergeben. Um eine artgerechte Tierhaltung zu betreiben, werden die Kühe in Tiefstreu gehalten. Das benötigte Stroh kommt von den Klösterlichen Ackerflächen. Im Gegenzug wird zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und zur Sicherung der Ernteerträge der gesamte Mistanfall auf den Ackerflächen des Klosters zur Düngung verwendet. Ferner nutzt die Familie Metz die Kleegrasflächen und die umliegenden Wiesen und Weiden des Klosters als Futtergrundlage für ihr Vieh.
Weiter entferntes Grünland - wie in Wessobrunn oder Pähl - ist verpachtet. Darüber hinaus betreibt die Landwirtschaft eine eigene Imkerei und betreut die Streuobstanlagen rund ums Kloster. Der produzierte Honig wird zum Teil im Klosterladen verkauft. Die Früchte aus den Obstanlagen dienen zur Herstellung unserer hochwertigen Spirituosen.
Der “Florian-Stadl”, ehemals Schweinestall und Heulager der Klösterlichen Landwirtschaft, wird heute für die nun jährlich im Sommer stattfindenden “Orff-Festspiele”, für Konzerte und vielfältige Veranstaltungen genutzt.
Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Bewirtschaftung und Verwaltung der 160 ha Wald. Vor allem die alten Nadelholzbestände, d.h. ca. die Hälfte der Waldfläche, wurden in den Jahren 1990 und 1992 von den Stürmen stark beschädigt. Auf den entstandenen Kahlflächen werden - wie auch auf den übrigen Flächen - Mischwaldbestände herangezogen. Die anfallenden Forstarbeiten werden an Fremdfirmen vergeben. Auch die Forstflächen des Klosters unterliegen der zertifizierten nachhaltigen Waldbewirtschaftung nach dem deutschen PEFC (Pan European Forest Certification) System.