Im Laufe der Zeit wurde es jedoch zu klein für die zahlreichen Pilger und Besucher. 1906/1907 wurde die neue Mälzerei am Osthang des Heiligen Berges gebaut. So konnten die Mönche das Bräustüberl um die Räume der alten Mälzerei, das heutige „Gewölbe“, und 1938 um das geräumige Salettl erweitern.
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Bier aus den Lagerfässern, die sich hinter dem ursprünglichen Bräustüberl befanden, von den Mönchen selbst ausgeschenkt. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges musste das Bräustüberl schließen. Erst am 19. März 1952, dem Josephi-Tag, wurde es wieder eröffnet. Am damals eingerichteten "Kiosk", der im Laufe der Zeit mehrfach modernisiert und vergrößert wurde, holten sich die Besucher ihre Brotzeit selbst, eine Tradition, die immer noch festen Bestand in Andechs hat.
und verarbeitete seine Eindrücke, im zwölften Kapitel der "Frommen Helene".
Dazu waren die Räumlichkeiten der nun "Alten Mälzerei", die am Osthang des Heiligen Berges liegt, wie geschaffen. Wo bis Ende der sechziger Jahre aus Braugerste das Braumalz hergestellt wurde, befindet sich nun der geräumige Wappensaal und das kleinere Mälzer-Stüberl. Im Wappensaal findet man eine Bäckerei, in der stets Brezn und "Auszogne" sowie andere süße Leckereien frisch gebacken werden. Auch das Grützner-Stüberl, fügt sich nach der kompletten Renovierung in den Siebziger Jahren harmonisch in das Gesamtbild des Bräustüberls ein.
Überall im Bräustüberl und auf den Terrassen ist es dem Besucher - entsprechend dem alten Wallfahrer-Brauch - gestattet seine Brotzeit selber mitzubringen und das Andechser Bier zu genießen.